So profitieren Mütter und Kinder gemeinsam
Eine Suchterkrankung führt immer zu weitreichenden Konsequenzen. Besonders schwerwiegend sind die Kinder betroffen, was auch erhebliche volkswirtschaftliche Auswirkungen hat. Immerhin leben knapp 3 Millionen Kinder in Deutschland mit mindestens einem suchtkranken Elternteil zusammen.
Studien zeigen, dass Kinder alkoholkranker Eltern sogar als Hochrisikogruppe für Alkoholmissbrauch und psychische Folgeerkrankungen eingestuft werden müssen. Angesichts dieser Erkenntnisse ist ein Umdenken unumgänglich. Bei den ursprünglichen Therapien liegt das Augenmerk allein auf den suchtkranken Menschen – ein System, in dem die Kinder aber völlig vergessen wurden. Dabei leiden sie am meisten und haben ohne Hilfe von außen kaum eine Chance, sich normal zu entwickeln.
Zukünftig können bis zu 16 Kinder in der Fachklinik Haus Immanuel in Hutschdorf betreut werden, während ihre Mütter in Therapie sind. Ziel ist es, die durch die Suchterkrankung gestörte Mutter-Kind-Beziehung zu bessern und so Kindern wieder eine tragfähige Mutter-Kind-Beziehung zu ermöglichen. Aus therapeutischer Sicht ist hierfür die gemeinsame Betreuung sinnvoll.